Einen Überblick über die Kosten einer Cloud Lösung zu besitzen ist essentiell, wie jeder nachvollziehen kann. Auch hilft es zukünftige Schritte und Investitionen zu planen und Sparmöglichkeiten aufzuzeigen. Hier kommt in Bezug auf Azure das integrierte Cost Management ins Spiel. Dieser kurze Beitrag soll eine Übersicht über die Möglichkeiten, die dafür von Azure geboten werden, bieten.

Quelle: https://azure.microsoft.com/en-us/updates/introducing-native-azure-cost-management-preview/

Voraussetzung um das Kostenmanagement Einzusehen ist Lesezugriff zu entweder Billing Account, Department, Enrollment Account, Management Group, oder Subscription bzw. Resource Group.

Navigiert man in das Azure Portal so hat man im Kostenportal die Auswahl zwischen den folgenden Kategorien.

Kostenanalyse

Der Reiter für die Kostenanalyse gibt uns Aufschluss über die Kosten innerhalb eines gewissen Zeitraum.

Es ist möglich die Kostenentwicklung für einen beliebigen Zeitraum einzusehen. Die Kosten können entweder kumuliert oder per Tag/Monat gelistet werden. Die Filteroption lässt uns die Ergebnisse gruppieren, beispielsweise nach Location, Resource Group, Resource Type, Tag oder Name um hier einige Möglichkeiten zu nennen. Alle Resultate lassen sich auch grafisch über verschiedene Grafikvarianten darstellen.

Advisor Empfehlungen

Die Empfehlungen des Azure Advisors zeigen diverse Optimierungsmöglichkeiten auf, in diesem Falle, in Bezug auf mögliche Kostenersparnisse. Beispielsweise wenn eine virtuelle Maschine nur einen Bruchteil der Leistung dauerhaft benötigt, lassen sich Kosten durch das herunterskalieren sparen.

Budgets

Durch das festlegen von Budgets wird es ermöglicht bei einem möglichen Überschreiten oder einer Annäherung einer Budgetgrenze informiert zu werden. Es wird täglich zwischen dem bereits verbrauchten und noch ausstehende Budget abgeglichen. Es gibt die Option ein jährliches, viertljährliches ode monatliches Budget zu setzen. Ein viertljährliches Budget zeichnet sich dadurch aus, dass es auf 3 Monate gleichmäßig aufgeteilt wird. Zusätzlich gibt es eine grafische Darstellungen der Ausgaben pro Kategorie gegenüber dem festgelegtem Budget. Es können bis zu fünf Email Adressen hinterlegt werden, welche die Budget Informationen und Alerts erhalten.

Cloudyn

Cloudyn ist ein Service, welcher von einer Tochterfirma von Microsoft angeboten wird. Aus dem Azure Portal wird man auf die entsprechende Seite von Cloudyn weitergeleitet. Hier muss zuerst eine Registrierung des Unternehmens erfolgen. Anschließend können Benutzer beliebig hinzugefügt werden. Mittels Cloudyn können nicht nur Azure, sondern auch Google oder AWS Konten hinzugefügt und so deren Kosten überwacht werden.

Für Cloudyn gibt es kostenlose Services für Azure Kunden. Diese sind diverse Funktionalitäten zum Kostenmanagement sowie Reporting, Data Enrichement, Budgets, Alerting und Recommendations.

Weiterhin existieren auch erweiterte premium Services, bei denen allerdings Kosten anfallen.

Cloudyn bietet eine schöne Zusatzoption um die bereits bestehenden Funktionalitäten von Azure zu erweitern. Etwa gibt es auch hier die Möglichkeit die Daten mittels eines Dashboard übersichtlich aufzubereiten.

Quelle: https://docs.microsoft.com/de-de/azure/cost-management/dashboards

Ein Blick lohnt sich also auf alle Fälle.

API’s

Des Weiteren lassen sich mittels der von Azure bereitgestellten Abrechnungs-APIs auch alle Daten programmatisch abfragen.

Fazit

Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, mit denen wir unsere Azure Kosten im Überblick behalten können. Viele Funktionalitäten wie z.B Alerting stehen „Out of the Box“ und kostenlos zur Verfügung. Dies zeigt, dass Microsoft durchaus versteht wie wichtig das Thema ist und daher auf geringe Komplexität, gute Dokumentation und große Variation achtet. Möchte man dann tiefer eintauchen, so bieten die API’s und Cloudyn dafür eine gute Möglichkeit.

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