Das Windows Betriebssystem ist inzwischen nicht mehr das einzig relevante Betriebssystem am Markt. In den letzten Jahren sind bedingt durch die mobilen Geräte wie Smartphones und Tablets die Betriebssysteme von Apple – iOS und MacOS, sowie von Google Android ins Rampenlicht gedrängt. Somit ist Windows vor allem im Consumer-Bereich nur noch eins von drei Marktrelevanten Betriebssystemen. Oftmals kennen junger Anwender Windows nicht einmal mehr, da sie im Zeitalter von Android und iOS aufgewachsen sind. Aber auch in Unternehmen fängt Windows an seine Vorherrschaft nach und nach einzubüßen. Dies hat auch Microsoft erkannt und distribuiert zum Beispiel sein Flaggschiff Produkt, die Office Suite mit weltweit ca. 1,2 Mrd. Usern inzwischen auch als Apps für iOS oder Android, aber auch als Desktop-Version für den Mac.

Als Software-Hersteller besteht somit die Notwendigkeit seine Software lauffähig auf allen Plattformen bereit zu stellen, unabhängig von Betriebssystemen und Geräten wie PCs, Notebook, Tablets oder Smartphones. Für diese Herausforderung eignet sich nichts besser als der Web-Browser als Laufzeitumgebung für die Anwendungen bzw. Oberflächen. Web-Browser sind der verbliebene kleinste gemeinsame Nenner auf allen Betriebssystemen und Endgeräten und moderne Browser sind bedingt durch ihre Leistungsfähigkeit nicht mehr zu vergleichen mit den Browser-Generationen vor einigen Jahren die konzeptioniert für die reine Anzeige von Webseiten waren. Inzwischen sind dies vollwertige Laufzeitumgebungen für Anwendungen geworden, die z. B. Zugriffe auf Betriebssystemfunktionen wie die Sensorik eines Smartphones erlauben oder den Ablauf von In-Memory-Datenbanken ermöglichen. In Verbindung mit den aktuellen Oberflächentechniken wie HTML5 und CSS sowie modernen JavaScript Frameworks wie AngularJS können auch die Oberflächenanforderungen von komplexen Geschäftsanwendungen und deren Interaktion abgebildet und über den Browser responsive auf jedem Gerät und jeder Bildschirmgröße ausgeführt werden, was allgemein als cross-platform bezeichnet wird.

Notwendig dafür ist eine moderne Software-Architektur, welche die Geschäftslogik konsequent von der Oberflächenschicht trennt. Denn nichts ist wichtiger als ein flexibler Umgang mit Oberflächen Technologien zu ermöglichen, denn neben den plattformunabhängigen Web-Anwendungen stehen schon Technologien wie Microsoft HoloLens in den Startlöchern, welche eine andere Art und Weise der Visualisierung und Interaktion mit einer Software ermöglichen.

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